BFE: Umbau des Energiesystems zu langsam und Herausforderungen bleiben bestehen

Die Energiestrategie 2050 verfolgt das Ziel, das Schweizer Energiesystem schrittweise umzubauen. Der siebte Monitoringbericht zeigt den Stand per Ende 2024.

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ohne Wasserkraft erreichte 2024 rund 8’300 GWh, was knapp 11 Prozent der gesamten Netto-Stromproduktion entspricht. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein deutlicher Zuwachs, der überwiegend auf den starken Ausbau der Photovoltaik zurückzuführen ist. Bis 2035 soll die Produktion auf 35’000 GWh steigen. Dafür wäre in den kommenden Jahren ein deutlich höherer jährlicher Zubau nötig als bisher. Mit dem neuen Bundesgesetz zur sicheren Stromversorgung, das Anfang 2025 in Kraft getreten ist, rückt insbesondere die inländische Winterstromproduktion stärker in den Fokus.

Die Wasserkraft blieb 2024 weitgehend stabil und erreichte eine mittlere Netto-Produktion von knapp 37’000 GWh. Damit liegt sie bereits nahe am Zielwert für 2035. Der erforderliche weitere Ausbau ist vergleichsweise moderat, setzt aber kontinuierliche Investitionen voraus.

Beim Energieverbrauch pro Person wurden in den letzten Jahren spürbare Fortschritte erzielt. Der Endenergieverbrauch liegt deutlich unter dem Niveau von 2000. Um die gesetzlichen Ziele bis 2035 zu erreichen, muss der Rückgang jedoch etwas schneller erfolgen als bisher. Gleichzeitig zeigt sich beim Stromverbrauch ein Spannungsfeld: Trotz Effizienzgewinnen wird mittelfristig mit einer steigenden Stromnachfrage gerechnet, da die Dekarbonisierung des Energiesystems eine umfassende Elektrifizierung erfordert.

Insgesamt zeigt der Monitoringbericht, dass die Schweiz auf Kurs ist, die Ziele der Energiestrategie 2050 jedoch nur mit weiter beschleunigtem Ausbau der erneuerbaren Energien und konsequenten Effizienzmassnahmen erreichen kann.

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