ElCom veröffentlicht Hinweise für Netz- und Energietarife 2020

Per Ende August 2019 haben die Verteilnetzbetreiber die Netz- und Energietarife 2020 zu publizieren und der ElCom die Kostenrechnung einzureichen. In diesem Zusammenhang wird auf Folgendes hingewiesen:

Bei der Tarifierung 2020 ist erstmals die 75-Franken-Regel zu berücksichtigen (vgl. Weisung 5/2018 der ElCom).

Allfällige Informationen zur Einrechnung der Gestehungskosten nach Artikel 31 EnG sowie Verfügungen des BFE im Zusammenhang mit der Marktprämie der ElCom sind einzureichen (vgl. Mitteilung der ElCom vom 10. April 2018).

Bei der Einrechnung von Gestehungskosten nach Artikel 6 Absatz 5bis StromVG ist die damit verbundene Deklarationspflicht gemäss Artikel 4 Absatz 4 StromVV zu beachten.

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ElCom veröffentlicht Halbjahresrückblick zum Strommarkt 2019

Die Strompreise in der Schweiz bewegten sich 2019 parallel zu den Preisen in Deutschland, Frankreich und Italien. Der Strompreis für das Kalenderjahr 2020 mit Lieferort Schweiz handelte zu Beginn des Jahres bei 55.85 EUR/MWh und bewegte sich seitdem im Bereich zwischen 50 und 56 EUR/MWh. Ende Juni schloss das Schweizer Frontjahr mit ca. 2 EUR/MWh tiefer als zu Jahresbeginn bei 53.69 EUR/MWh.

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UVEK erteilt eine weitere Bewilligung für Sondierbohrungen in den potenziellen Standortgebieten für geologische Tiefenlager

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat am 22. Juli 2019 eine weitere Sondierbohrung bewilligt. Mit den Sondierbohrungen will die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) die potenziellen Standortgebiete für geologische Tiefenlager genauer untersuchen. Die Bewilligung betrifft eine Sondierbohrung im Standortgebiet Jura Ost.

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CO2-Statistik 2018: Emissionen aus Treibstoffen unverändert hoch

Gemäss der CO2-Statistik des Bundesamts für Umwelt BAFU blieben die CO2- Emissionen aus Treibstoffen (Benzin und Diesel) im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Dies trotz zunehmendem Einsatz von Biotreibstoffen und Elektromobilität. Der Grund für die Stagnation ist die wachsende Verkehrsleistung. Die Emissionen aus Brennstoffen (Öl und Gas) sind hingegen 2018 witterungsbereinigt weiter gesunken; um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Abnahme ist grösstenteils auf die bessere Energieeffizienz von Gebäuden und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen zurückzuführen.

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Verfahren um Einleitungsbewilligung für das Kernkraftwerk Beznau eröffnet

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat das Verfahren für eine allfällige Anpassung oder Neuerteilung der Bewilligung für die Kühlwassereinleitung des Kernkraftwerks Beznau eröffnet. Weiter hat das BFE am 4. Juli 2019 gegenüber der Betreiberin Axpo eine per sofort umzusetzende Übergangsregelung für die Kühlwassereinleitung verfügt. Mit dieser Verfügung wird für das Kernkraftwerk Beznau die in der Gewässerschutzverordnung festgelegte Temperaturlimite von 25°C für Fliessgewässer grundsätzlich verbindlich erklärt. Wird diese Temperatur überschritten oder droht überschritten zu werden, muss die Leistung des Kernkraftwerks Beznau stark gedrosselt oder ganz heruntergefahren werden. Im Hitzesommer 2018 hatte die Aare beim Kernkraftwerk Beznau die Temperatur von 25°C während mehrerer Tage teilweise deutlich überschritten. Dies soll mit der Übergangsregelung für den Sommer 2019 verhindert werden. Entsprechend wird einer allfälligen Beschwerde gegen die Verfügung die aufschiebende Wirkung entzogen.

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Bundesrat beschliesst Paket zur Senkung des Treibhausgas-Ausstosses in der Bundesverwaltung

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 3. Juli 2019 beschlossen, anknüpfend an die Energiestrategie 2050 die Treibhausgasemissionen der Bundesverwaltung stärker zu senken. Er hat dazu das «Klimapaket Bundesverwaltung» verabschiedet. Dieses gibt die Stossrichtung für weitere Massnahmen zum Flugverkehr, zur Fahrzeugflotte und zum Gebäudebereich vor. Der Bundesrat will, dass die Bundesverwaltung ihre Treibhausgasemissionen im Inland bis 2030 um 50% gegenüber dem Ausgangsjahr 2006 reduziert, das VBS um mindestens 35% gegenüber 2001. Der Rest wird durch Emissionszertifikate kompensiert. Die Bundesverwaltung nimmt damit ihre Vorbildfunktion zur Reduktion der Treibhausgasemissionen verstärkt wahr.

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ElCom veröffentlicht Merkblatt 50.2 Hz

Die ElCom hat am 6. März 2018 die Weisung 1/2018 erlassen. Darin werden Verteilnetzbetreiber in der Schweiz aufgefordert, mit geeigneten technischen Anschlussbedingungen sicherzustellen, dass sämtliche neu in Betrieb gehenden EEA die im Umsetzungsdokument «Empfehlung Netzanschluss für Energieerzeugungsanlagen» des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (NA/EEA-CH 2014) festgelegten Parameter für die Frequenzhaltung einhalten. Mit Schreiben vom 15. Juni 2018 hat die ElCom die Verteilnetzbetreiber zudem aufgerufen, sämtliche PV-Anlagen mit einer Anschlussleistung ≥ 100 kVA hinsichtlich ihres Verhaltens bei Überfrequenz im Netz zu überprüfen und nötigenfalls Anpassungen an den Wechselrichtern zu veranlassen (sog. Retrofit-Programm). Eine Ausweitung dieses Retrofit-Programms auf kleinere Anlagen wurde vorbehalten.

Die ElCom hat festgestellt, dass die von diesem Retrofit-Programm betroffenen Betreiber von EEA teilweise nicht auf Anfragen ihres Verteilnetzbetreibers reagieren oder die Zusammenarbeit verweigern. Das Fachsekretariat der ElCom hat daher ein Merkblatt zusammengestellt, welches insbesondere auf die Pflichten der Betreiber dezentraler EEA beim Parallelbetrieb mit dem Netz und die Konsequenzen bei deren Verletzung hinweist. Das Merkblatt ist auf der Webseite der ElCom abrufbar.

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Bericht für ein einheitliches Kataster der unterirdischen Leitungen: Eröffnung des Vernehmlassungsverfahrens

Das VBS hat für den Bericht über «Vision, Strategie und Konzept zum Leitungskataster Schweiz» das Vernehmlassungsverfahren eröffnet. Der Bericht gibt erstmals einen ganzheitlichen Überblick über unterschiedliche Aspekte der Werkleitungen und des Leitungskatasters. Zudem enthält er verschiedene Empfehlungen. Das Vernehmlassungsverfahren läuft bis am 7. Oktober 2019.

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Fernwärme: Bundesrat will keine Anpassung der CO2-Verordnung vor 2020

Der Bundesrat hat am 21. Juni 2019 den Bericht «CO2-Reduktion durch Anschluss an das Fernwärmenetz» gutgeheissen. Ständerat Konrad Graber (CVP, LU) forderte per Postulat (17.3253) eine Prüfung, ob die CO2-Verordnung angepasst werden müsste, damit die CO2-Emissionen der Fernwärmenetze den Wärmekunden zugeordnet werden. Der Bericht kommt zum Schluss, dass eine Änderung der Regulierungen vor 2020 nicht zweckmässig sei. Aufgrund der laufenden Totalrevision des CO2-Gesetzes seien Anpassungen für die Zeit nach 2020 ohnehin möglich und eine Revision für eine so kurze Periode würde kaum Investitionen in zusätzliche Fernwärmeprojekte auslösen. Der Anpassung der Rahmenbedingungen noch vor Ablauf der Verpflichtungsperiode stehe zudem der Grundsatz der Rechtssicherheit entgegen.

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Zum Bericht

EPFL wird Collaborating Center der Internationalen Atomenergie Agentur

Die École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) hat am 12. Juni 2019 die Designierung als Collaborating Center der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) erhalten. Die IAEA ist die globale internationale Organisation für die Zusammenarbeit in der friedlichen Nutzung der Kernenergie mit 171 Mitgliedsstaaten. Sie hat unter anderem zum Ziel, die zivile nukleare Forschung, Sicherheit, und Sicherung weltweit voranzubringen. Bei der Zusammenarbeit zwischen EPFL und IAEA geht es um die Entwicklung und Validierung einer wissenschaftlichen Plattform für Computersimulationen von heutigen und fortgeschrittenen Nuklearreaktoren. Für die Schweiz wichtig sind Anwendungen, die der Verbesserung der Sicherheit bestehender Reaktoren dienen. Die Plattform wird allen IAEA-Mitgliedsländern im Bereich der nuklearen Forschung zur Verfügung stehen.

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Stabile Tarife und hohe Versorgungsqualität in der Schweiz

Die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom hat an ihrer heutigen Medienkonferenz Neuigkeiten zu Tarifen, der Versorgungsqualität und den Beziehungen Schweiz-EU im Strombereich kommuniziert. Die Tarife sind gemäss ElCom seit Jahren konstant: Während der regulierte Bereich Netznutzung und die Energie leicht rückläufig sind, stiegen die Abgaben in den vergangenen Jahren stark an. Die Versorgungsqualität in der Schweiz ist nach wie vor sehr hoch – dies zeigt auch der internationale Vergleich. Für das Problem der ungeplanten Lastflüsse konnte für den vergangenen Winter eine Lösung erzielt werden.

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Wettbewerbliche Ausschreibungen zum Stromsparen: 6.1 Millionen Franken für Projekte und 2. Ausschreibung 2019

2019 werden zum zehnten Mal Wettbewerbliche Ausschreibungen zum Stromsparen im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten durchgeführt. Die Resultate für die erste Ausschreibung 2019 für Projekte liegen vor: 21 Projekte erhalten insgesamt 6.1 Millionen Franken an Förderbeiträgen, um möglichst kostengünstig und nachhaltig Strom zu sparen. Die 2. Ausschreibung 2019 für Projekte startet heute am 3. Juni 2019.

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Umsetzung der Änderung in Art. 18 StromVV

Am 1. Juni 2019 tritt die Änderung der Stromversorgungsverordnung (StromVV; SR 734.71) in Kraft. Bei den Bestimmungen zu den Netznutzungstarifen (Art. 18 StromVV) ändert sich ein Kriterium für die Einteilung in die Basiskundengruppe: Das Kriterium der Anschlussleistung bis 30 kVA wird durch das Kriterium des Jahresverbrauchs bis zu 50 MWh ersetzt (Art. 18 Abs. 2 StromVV). Die ElCom hat entschieden, dass diese Änderung erst für die Tarifperiode 2020 umgesetzt werden muss. Die neuen Tarife sind jedoch bis am 31. August 2019 zu veröffentlichen (Art. 10 StromVV).

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Mitteilung zu Lastgangmessungen

Aufgrund einer Änderung der Stromversorgungsverordnung (StromVV; SR 734.71) dürfen die Kosten für Lastgangmessungen ab dem 1. Juni 2019 nicht mehr separat den betroffenen Endverbrauchern und Erzeugern in Rechnung gestellt werden. Konkret betrifft dies Lastgangmessungen mit automatischer Datenübermittlung, die vor 2018 eingesetzt wurden. Endverbraucher mit Netzzugang bezahlen die Messkosten künftig nur noch über ihren Netznutzungstarif. Erzeuger tragen diese Kosten nicht mehr. Weitere Informationen finden Sie in der entsprechenden Mitteilung.

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ReMaP – Schlüssel zu den Energiesystemen der Zukunft

Das Energiesystem ist im Wandel: Die ständige Verfügbarkeit von Energie am richtigen Ort und zur richtigen Zeit wird anspruchsvoller. Gleichzeitig gibt uns die Digitalisierung neue Werkzeuge an die Hand, um Energieflüsse optimaler zu steuern. Die neue Energieforschungsplattform «ReMaP» der ETH Zürich, des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der Empa will dazu beitragen, vernetzte Energiesysteme besser zu verstehen.

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