ElCom: Keine Sofortmassnahmen zur Wahrung der Versorgungssicherheit, aber erneute Erinnerung an Notwendigkeit von Eigenproduktion

Anlässlich der Jahresmedienkonferenz vom 31. Mai 2018 hat die ElCom die neuesten Berechnungen zur Systemadäquanz 2015 und einen Bericht zur Versorgungssicherheit präsentiert. Die ElCom interpretiert die Resultate dahingehend, dass momentan keine Sofortmassnahmen zur Wahrung der Versorgungssicherheit zu ergreifen seien. Dennoch empfiehlt sie, Vorbereitungen für allfällige Stresssituationen zu treffen. Überdies soll nach Auffassung der ElCom auch in Zukunft ein grosser Teil der Winterproduktion in der Schweiz erzeugt werden, um die Importrisiken zu vermindern.

Zur Medienmitteilung, zum Bericht zur Stromversorgungssicherheit, zum Schlussbericht zur Systemadäquanz 2025

BFE: Gemeinsame Roadmap zur Förderung der Elektromobilität

Auf Initiative des UVEK sind im Rahmen eines runden Tisches am 28. Mai 2018 Vertreter der Elektrizitäts- und Mobilitätsbranche sowie Vertreter des Bundes, der Kantone und der Städte zusammengekommen, um über die Steigerung des Prozentsatzes von Elektrofahrzeugen zu diskutieren. In den kommenden Monaten soll eine Roadmap, gestützt auf die Charta von Luzern, ausgearbeitet werden, welche das Ziel fomuliert, die Quote der Elektrofahrzeuge an den neu zugelassenen Fahrzeugen bis im Jahr 2022 auf 15% zu erhöhen.

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BFE: Stellungnahmen zum Entsorgungsprogramm 2016

Im Jahr 2016 hatte die NAGRA (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) das fünfjährlich zu aktualisierende Entsorgungsprogramm für radioaktive Abfälle beim BFE eingereicht. Am 24. Mai 2018 wurden die Stellungnahmen des BFE, des ENSI (Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat) und des KNS (Kommisssion für nukleare Sicherheit) dazu publiziert. Das ENSI und das BFE kommen bei ihrer Prüfung zum Schluss, dass die Nagra mit dem Einreichen des Entsorgungsprogramms 2016 den gesetzlichen Auftrag der Entsorgungspflichtigen erfüllt hat. Der Bundesrat wird das Entsorgungsprogramm voraussichtlich Ende 2018 diskutieren.

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Bundesrat: Wasserzinsmaximum soll bis 2024 gleich bleiben

Der Bundesrat hat anlässlich seiner Sitzung vom 23. Mai 2018 die Botschaft zur Revision des Wasserrechtsgesetzes verabschiedet. Das Wasserzinsmaximum soll bis Ende 2024 wie bis anhin bei maximal 110 Franken pro Kilowatt Bruttoleistung (Fr./kWbr) gedeckelt sein. Die Erarbeitung eines neuen Wasserzinsmodells soll erst nach Fixierung der Grundzüge des neuen Strommarktdesigns, welche im Rahmen der Revision des Stromvergesetzes festgesetzt werden, beginnen.

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BFE: Statistik zur Wasserkraft in der Schweiz 2017

Die Auswertung der Statistik zur Wasserkraft 2017 des BFE ergab, dass in der Schweiz 650 Wasserkraft-Zentralen mit einer Leistung grösser 300 kW in Betrieb sind. Die maximale Leistung ab Generator konnte im Vergleich zu 2016 um 545 MW gesteigert werden. Die Zunahme lässt sich insbesondere durch die Inbetriebnahme des Pumpspeicherkraftwerkes Linth Limmern erklären.

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BFE: Energy Challenge gastiert 2018 in Basel, Frauenfeld, Locarno, Lausanne und Zürich

Die von EnergieSchweiz lancierte Energy Challenge geht 2018 in die dritte Runde. Während den nächsten sieben Monaten präsentiert sie spielerisch Themen zu Energieeffizienz und erneurbaren Energien und vermittelt Energiewissen. Besucherinnern und Besucher der Messen muba, Comptoir Suisse und Züspa sowie dem Openair Frauenfeld und dem Festival Moon&Stars können aktiv mitmachen. Über die Energy Challenge-App kann man auch virtuell dabei sein.

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BAFU: Treibhausgasemissionen haben 2016 gegenüber Vorjahr leicht zugenommen

Die Treibhausgasemissionen beliefen sich im Jahr 2016 in der Schweiz auf 48,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, 0,4 Millionen Tonnen mehr als 2015. Die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr ist weitgehend auf kühlere Temperaturen während der Heizperiode und dadurch höheren Energieverbrauch zurückzuführen.

Im Gebäudesektor lagen die Treibhausgasemissionen um 23%, im Industriesektor um 16% unter dem Wert von 1990. Im Verkehrssektor haben die CO2-Emissionen hingegen um 3% zugenommen gegenüber dem Wert von 1990.

Vgl. Medienmitteilung BAFU

UVEK legt Kosten für Stilllegung und Entsorgung fest

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunkation (UVEK) legt die voraussichtlichen Gesamtkosten für die Stilllegung der Kernkraftwerke und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle auf 24.581 Milliarden Franken fest (Stilllegungskosten 3.779 Milliarden Franken, Entsorgungskosten 20.802 Milliarden Franken). Dies entspricht 1.097 Milliarden Franken mehr als vom Stilllegungs- und Entsorgungsfonds beantragt. Die verfügten Gesamtkosten dienen zur Festlegung der jährlichen Beiträge der AKW-Betreiber in den Stilllegungsfonds und den Entsorgungsfonds in der Veranlagungsperiode 2017-2021.

Zur Medienmiteilung des Bundesrates und zur Kostenstudie 2016

Bundesrat: Bundesrat genehmigt Änderungen der drei Verordnungen

Der Bundesrat hat am 11. April 2018 die Änderung der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) genehmigt, welche namentlich auf eine Verringerung der Feinstaubemissionen aus kleineren Holzfeuerungen abzielt. Diese Änderung der LRV erforderte eine Anpassung der Energieeffiziensverordnung (EnEV). Ferner wurden die Bestimmungen der Gewässerschutzverordnung (GSchV) über die Einleitung von Kühlwasser in Fliessgewässer präzisiert.

Zur Medienmitteilung des Bundesrates

ElCom: Mitteilung zur Marktprämie und Grundversorgung

In der Mitteilung vom 10. April 2018 hat sich die ElCom zu den Bestimmungen über die Marktprämie im Zusammenhang mit der Grundversorgung geäussert. Die ElCom hat festgehalten, dass kein vorgängiges Gesuch um Marktprämie beim Bundesamt für Energie notwendig ist, um vom Recht Gebrauch zu machen, die in der Grundversorgung absetzbare Elektrizität effektiv dort und zu Gestehungskosten zu verkaufen.

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BFE: 62% des Stroms aus Schweizer Steckdosen stammt aus erneuerbaren Energien

Die Daten zur Stromkennzeichnung im Jahr 2016 haben ergeben, sich die 62% aus erneuerbaren Energien wie folgt unterteilen lassen: 56% aus Grosswasserkraft, rund 6% aus Photovoltaik, Wind, Kleinwasserkraft und Biomasse.

17% stammen aus Kernenergie und weniger als 2% aus fossilen Energieträgern. Für 19% des gelieferten Stroms sind Herkunft und Zusammensetzung nicht überprüfbar.

Ab dem Tarifjahr 2018 ist die Angabe von nicht überprüfbaren Energieträgern nicht mehr zulässig. Das heisst, für die Stromkennzeichnung müssen neu immer Herkunftsnachweise verwendet werden (Art. 9 Abs. 3 lit. b EnG).

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BFE: 2018 werden 6'600 Einmalvergütungen für kleine Photovoltaikanlagen ausbezahlt

Die Warteliste für Einmalvergütungen für kleine Photovoltaikanlagen (KLEIV) kann im Jahr 2018 wesentlich abgebaut werden. Die Vergütung wird für alle Anlangen ausbezahlt, die bis Mitte September 2015 in Betrieb gegangen sind. Dies betrifft rund 6'600 Anlagen.

2019 wird die KLEIV voraussichtlich für alle Anlagen ausbezahlt, die bis Ende 2017 in Betrieb gegangen sind (rund 5`800 Anlagen). Anlagen, die erst 2018 in Betrieb gehen, werden rund 2 Jahre auf die Auszahlung der KLEIV warten müssen.

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BR: Neue Steuerabzüge für Hauseigentümer ab 01.01.2020

In seiner Sitzung vom 9. März 2018 hat der Bundesrat die totalrevidierte Liegenschaftkostenverordnung verabschiedet, welche die im Rahmen der Energiestrategie 2050 beschlossenen Abzüge für Hauseigentümer für energiesparende Investitionen und für den Rückbau im Zuge eines Ersatzneubaus bei der direkten Bundessteuer konkretisiert. Die Bestimmung tritt am 1. Januar 2020 in Kraft.

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ElCom: Weisung betreffend Verhalten dezentraler Energieerzeugungsanlagen bei Abweichungen von der Normfrequenz

Die ElCom hat am 6. März 2018 die Weisung 1/2018 zu den Pflichten der Verteilnetzbetreiber beim Anschluss dezentraler Energieerzeugungsanlagen publiziert. Viele der in der Regelzone Schweiz sowie im europäischen Verbundnetz installierten dezentralen Energieerzeugungsanlagen sind so eingestellt, dass sie sich bei Normfrequenzabweichnungen im Netz systemgefährdend verhalten. Zur Eindämmung dieser Problematik will die ElCom mit ihrer Weisung einerseits sicherstellen, dass keine weiteren solchen Anlagen ans Netz gehen, welche die notwendigen Schutzeinstellungen nicht einhalten. Andererseits soll mit Retrofit-Programmen sichergestellt werden, dass auch bereits bestehende Anlagen nicht mehr systemgefährdend agieren.

Nähere Information finden sich in der Weisung